Bach und Bruckner im Barockjuwel

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Die spätbarocken, oftmals prunkvoll ausgestatteten Kirchen Bayerns ziehen Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Auch die Basilika des Benediktinerklosters im oberschwäbischen Ottobeuren gehört zu diesen kunsthistorischen Juwelen Süddeutschlands. Mit mächtigen Säulen aus Marmor, dekorativem Stuck, farbenprächtigen Fresken und einer fast 40 Meter hohen Vierungskuppel glänzt ihr Innenraum jedoch nicht nur in architektonischer, sondern auch in akustischer Hinsicht. Die über 70-jährige Tradition hochkarätiger Konzertereignisse mit überregional bekannten Orchestern und Ensembles sowie namhaften Dirigenten findet im Jahr 2022 ihre Fortsetzung.

Hochkarätige Basilikakonzerte
Der diesjährige Konzertreigen startet am 26. Juni mit einer Aufführung von Joseph Haydns „Die Schöpfung“. Das Oratorium wurde in Ottobeuren zum ersten Mal 1801 und somit zwei Jahre nach seiner Uraufführung gespielt. Für die inzwischen 14. Aufführung im Unterallgäu zeichnet 2022 das Orchester Wiener Akademie und der Chorus sine nomine unter der Leitung von Martin Haselböck verantwortlich. Am 17. Juli sind dann das Münchner Bach-Orchester und der Münchner Bach-Chor, beide geleitet von Hansjörg Albrecht, zu Gast. Auf dem Programm steht die h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach, die während einer langen Zeitspanne von über 20 Jahren entstand. Unter Leitung des renommierten Dirigenten Marek Janowski lässt die Dresdner Philharmonie am 18. September Anton Bruckners Symphonie Nr. 9, das letzte sinfonische Werk des österreichischen Komponisten, erklingen. Unter www.ottobeuren.de gibt es alle Informationen zur Region sowie eine digitale Version des Konzertprogramms mit allen musikalischen Ereignissen des Jahres – von Kammermusik bis zu den Orgelsommer- und Nachwuchskünstler-Konzerten.

Musik im Museum
In direkter Nachbarschaft zur Benediktinerabtei Ottobeuren befindet sich das Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth. Der moderne und mit zwei internationalen Preisen ausgezeichnete Bau bietet nicht nur einen architektonischen Kontrast zur Barockkirche und den Konventgebäuden, sondern ermöglicht Ottobeuren-Besuchern mit seinen wechselnden Ausstellungen einen erweiterten Kulturgenuss. Besonders reizvoll verbinden sich Bildende Kunst und Musik bei den Kammerkonzerten, die in diesem Jahr im Museum stattfinden. Am 25. Juni spielen beispielsweise der Violinist Kirill Troussov und die Pianistin Alexandra Troussova, am 16. Juli ist das Mandelring Quartett zu Gast, und am 17. September präsentieren die Vibraphonistin Vivi Vassila und der Gitarrist Lucas Campara Diniz eine musikalische Reise von Bach bis Piazzolla.

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