Wasser bedeutet Leben

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(djd). Für die Menschen der westlichen Welt ist es eine Selbstverständlichkeit, in weiten Teilen rund um den Globus hingegen herrscht chronische Knappheit: Sauberes, gesundes Wasser ist das wohl wichtigste Lebensmittel. Nicht nur um den eigenen Durst zu stillen, sondern auch um Landwirtschaft zu betreiben. Weite Regionen Afrikas sind immer wieder von lang anhaltenden Dürren bedroht. Wenn die Ernte vertrocknet, droht eine akute Hungersnot und Hilfsorganisationen werden aktiv. Mit der Hilfe zur Selbsthilfe soll nun Hungerkatastrophen nachhaltig vorgebeugt werden, denn Experten erwarten aufgrund des Klimawandels noch mehr extreme Wetterlagen und Trockenheit.

Landwirtschaft verbessern, Ernährung sicherstellen
Effiziente Landwirtschaft ist der Schlüssel dazu, dass sich die Menschen auch in den trockenen Regionen Afrikas mit Nahrungsmitteln versorgen können. Die von Kleinbauern praktizierte traditionelle Landwirtschaft bringt jedoch oft nur geringe Erträge. Die Hilfsorganisationen, die etwa im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft" zusammengeschlossen sind, bieten daher Schulungen zu ertragreicheren Anbaumethoden, führen leicht anbaubare Getreide- oder Gemüsesorten ein und verteilen dürreresistenteres Saatgut und Dünger. Auch die Verbesserung der Wasserversorgung und der Bau von Bewässerungssystemen helfen in Ländern wie Kenia, Äthiopien oder Namibia dabei, die Ernte zu steigern. Unter dem Motto „Sei schneller als die Katastrophe" will das Bündnis verstärkt vorbeugend aktiv werden. Als Grundstein dazu sollen bis Ende 2021 zehn Millionen Euro Spenden für rund 60 Projekte der Katastrophenvorsorge zusammenkommen. Jede einzelne Unterstützung trägt dazu bei, unter www.aktion-deutschland-hilft.de gibt es mehr Informationen und eine direkte Online-Spendenmöglichkeit. Das Bündnis wurde vor 20 Jahren gegründet und hat seitdem über 60 koordinierte Hilfseinsätze in 130 Ländern sowie über 2.400 Projekte für Menschen in Not realisiert.

Sauberes Trinkwasser ist ein kostbares Gut
Neben der Landwirtschaft konzentrieren sich die Projekte dabei auf die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Damit in trockenen Gebieten der Grundwasserspiegel nicht weiter absinkt, können beispielsweise Sanddämme oder Sammelbecken aus Felsen angelegt werden. Sie halten Regenwasser zurück. Abgeschlossene Pumpsysteme an Brunnen und Tiefbohrungen sorgen für hygienischere Bedingungen, denn sie verhindern das Eindringen von Keimen oder Bakterien. Zudem stoppt eine gezielte Wiederaufforstung die Ausbreitung der Wüste und erhöht den Grundwasserspiegel. Auf den Äckern wiederum dient eine Tröpfchenbewässerung dazu, möglichst sparsam mit dem wertvollen Nass zu haushalten.

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