Cool und gesund?

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Die meisten Schulen bieten eine Mittags- und Snackverpflegung an. Trotzdem kaufen fast drei Viertel der Kinder mindestens einmal in der Woche auch außerhalb der Schule Snacks ein – zum Beispiel in Supermärkten, Bäckereien oder Imbissstuben. Das ergab eine aktuelle Studie im Auftrag von Snack5, bei der 1.260 Kinder und Eltern in Deutschland und Österreich befragt wurden. Unter www.snack-5.eu/presse gibt es alle Ergebnisse der Umfrage. Eltern würden es am liebsten sehen, wenn ihr Nachwuchs sich belegte Brötchen oder Brote, frisches Obst oder Gemüse kaufen würde. Bei den Schülern stehen aber nur die belegten Brötchen ebenfalls hoch im Kurs und landen immerhin auf Platz zwei der Beliebtheitsskala. Am gefragtesten sind bei ihnen süße Backwaren, auf Platz drei liegen Naschereien wie Bonbons und Schokolade.

Eltern sollten gelassen bleiben
Für Kinder gilt beim Snackkauf der Studie zufolge vor allem eins: "Hauptsache lecker". Rund 80 Prozent der Schüler geben außerdem an, dass das Snackangebot in der Schule für sie uninteressant ist oder bestimmte Speisen dort nicht angeboten werden. Der wichtigste Grund, abseits vom Schulgelände zum nächsten Laden zu ziehen, ist aber nicht der Hunger: 54 Prozent der befragten Kinder gaben an, dass es „cool" sei, gemeinsam mit Freunden einkaufen zu gehen. Auch das Gefühl, frei von schulischen oder elterlichen Vorgaben zu handeln, spielt eine wichtige Rolle. Diese Wünsche nach Zusammengehörigkeit und Autonomie sollten Eltern sich vor Augen führen und gelegentliche ungesunde „Ess-kapaden“ ihres Nachwuchses gelassen sehen.

Fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag
Nichtsdestotrotz sollten Eltern eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder mit möglichst fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag fördern. Eine mit frischen und appetitlichen Häppchen gefüllte Frühstücksdose kann dazu beitragen – besonders attraktiv sind kleine Spieße mit Gemüse- oder Obststückchen, die handlich und schnell weggeknabbert sind. Und die „Stulle“ wird gleich viel leckerer und gesünder, wenn man Salat, Gurke oder Radieschen auf den Käse legt. Ein guter Ausgleich zu vormittäglichen "Snacksünden" kann auch ein bunter Obst- oder Gemüseteller am Nachmittag sein. Bei Gemüse und Obst gilt: am besten aus Europa und am besten regional und aus der Saison. Durch eine altersgerechte Ansprache lässt sich außerdem mehr Bewusstsein für gesunde Kost wecken – vor allem Grundschüler und Jugendliche ab 15 Jahren sind dafür empfänglich. Nicht zuletzt sollte in den Schulen auf eine gute Auswahl an attraktiven und ausgewogenen Snacks geachtet werden. So kann die Einsicht wachsen, dass gesund ganz schön cool ist.

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