SPANDAUER

Die digitale Zukunft hat bereits begonnen

(djd). Aufgrund der Coronakrise wollen immer mehr deutsche Hochschulen ihren Vorlesungsbetrieb auf Digitallehre umstellen. Viele Experten sind aktuell allerdings skeptisch, ob die Bildungseinrichtungen das zügig schaffen können. "Dafür sind oftmals weder die Lehrenden ausreichend qualifiziert, noch gibt es eine dafür geeignete digitale Infrastruktur", dämpft beispielsweise Andreas Keller, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Erwartungen. Zudem sind Online-Prüfungen eine dritte Hürde, für die erst technische, administrative und juristische Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen. Bei einigen Hochschulen wurde die Umstellung jedoch bereits in den Alltag integriert.

Im dualen Studium wird virtuell gelehrt, gelernt und geprüft

Beim dualen Studium der IUBH Internationalen Hochschule absolvieren Studierende bereits alle Unterrichtseinheiten und sogar Prüfungen online. Das Präsenzstudium kann auf Infrastruktur und Know-how seiner digitalen Schwester, des Fernstudiums, zurückgreifen. Für Maximilian Heidenreich, Student im 2. Semester Wirtschaftsinformatik, heißt das: Vorlesungen und Austausch mit Kommilitonen finden virtuell statt. Statt der physischen Bibliothek ist die Lektüre im digitalen Campus "mycampus" verfügbar, der Stoff wird über Lern-Apps und Online-Tutorien vermittelt. Auch die Prüfungen können als Online-Klausur abgelegt werden. "Ich habe online die gleichen Möglichkeiten zu studieren wie normal - so verlieren wir keine Zeit oder Inhalte im Semester." Unter www.iubh-dualesstudium.de gibt es einen Überblick über alle dualen Studiengänge. Das nächste Semester startet am 1. Oktober.

Virtueller Hörsaal

Im Homeoffice bereitet auch Prof. Dr. Nicola Zech, Professorin für Tourismuswirtschaft, ihre Vorlesungen vor. Diese hält sie live in einem virtuellen Hörsaal. Diskussionen sind möglich, auf Fragen kann die Professorin direkt eingehen. Mit ergänzenden kleinen Video- und Audiobotschaften sowie virtuellen Gruppenaufgaben hält die Dozentin außerdem das erweiterte Lehrangebot digital aufrecht. Für Zech überwiegen die Chancen in der aktuellen Situation: "Die Studierenden können ihre digitalen Kompetenzen schulen, Selbstorganisation üben und zum Beispiel Präsentationen via Videokonferenz trainieren." Weil Technik, Studierende und Dozenten sich gegenseitig unterstützen, sei die Lehre im dualen Studium auch in der aktuellen Corona-Situation ohne Einschränkungen machbar. Sobald sich die Lage entspannt hat, wird die IUBH an 20 Standorten wieder auf Präsenzstudium wechseln - und damit ohne zeitliche Verluste den Vorlesungsbetrieb fortsetzen können.

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