SPANDAUER

Lesen lernen! Wie Mentoren dabei helfen

(djd). Die ersten Geschichten, die wir lesen, prägen uns. Gemeinsam mit den Helden erleben wir in Gedanken ihre Abenteuer mit und lernen dadurch fürs Leben. Experten schlagen Alarm, weil immer weniger Kinder diese Erfahrung machen: 18,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler der vierten Grundschulklassen verfügen über kein ausreichendes Leistungsniveau im Lesen – diese Zahlen stehen in der aktuellen Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU-Studie) 2016. Und das Niveau sinkt derzeit weiter, weil in der Coronakrise nur eingeschränkt Unterricht möglich war und ist.

Ehrenamtliche engagieren sich

„Bildung und Erziehung sind nicht nur die Aufgabe der Eltern und der Schulen, sie sind Aufgabe der gesamten Gesellschaft“, sagt Margret Schaaf, 1. Vorsitzende des Bundesverbands Mentor – Die Leselernhelfer. „Deshalb rufen wir alle Erwachsenen dazu auf, sich mit uns für die ehrenamtliche, individuelle Leseförderung von Kindern und Jugendlichen zu engagieren.“ In ihren Lesestunden mit den Kindern orientieren sich die Mentorinnen und Mentoren an der erfolgreichen Förderphilosophie. Die Förderung erfolgt in Kooperation mit und an den Schulen. Jeder Mentor trifft sich mindestens ein Jahr lang wöchentlich mit einem jungen Menschen, um dessen Lesefreude zu wecken. Rund 12.500 Ehrenamtliche sind bereits im Mentor-Bundesverband zusammengeschlossen. Ihre Leseförderung wird von lokalen oder regionalen Vereinen und Initiativen organisiert, denen der Bundesverband das Wissen und die Erfahrung aus über 15 Jahren individueller Leseförderung zur Verfügung stellt. Dazu gehören unter anderem ein Leitfaden, Weiterbildungsangebote und Seminare zur Einführung ins digitale Lesen sowie eine Wissensdatenbank mit Informationen für Vereinsvorstände, Referenten und Mentoren.

Qualifizierte Arbeit auch mit Tablet-Computern

Gesucht werden vor allem Menschen, die eine solche Gruppe von Lesementoren gründen und betreuen möchten. Interessenten finden unter www.mentor-bundesverband.de weitere Informationen. Lesementoren unterstützen vorwiegend Grundschüler aus bildungsfernen Familien und wecken in Zusammenarbeit mit den Schulen ihre Lesefreude. Dafür werden interessierte Mentoren qualifiziert und mit modernen Hilfsmitteln wie Tablet-Computern ausgestattet. „So können sie auch Kinder erreichen, die keine gedruckten Texte lesen wollen“, erklärt Margret Schaaf.

Statisik

Heute 0

Gestern 14597

Woche 14597

Monat 199963

Insgesamt 334305

Aktuell sind 8 Gäste und keine Mitglieder online