Geld-Umverteilung: Superreiche gewinnen 2,5 Mrd. Dollar pro Tag

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Wie die Nothilfeorganisation Oxfam in einer kürzlich vorgestellten Studie berichtete, sei das Vermögen der Milliardäre im Jahr 2018 um zwölf Prozent gestiegen. Das macht durchschnittlich eine Zunahme von 2,5 Mrd. US-Dollar pro Tag aus.

Währenddessen musste die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung Einbußen von elf Prozent hinnehmen. Außerdem habe sich in den zehn Jahren seit der Finanzkrise die Zahl der Milliardäre weltweit nahezu verdoppelt. Jörn Kalinski von Oxfam Deutschland begründet das so: „Während die Superreichen ihr Vermögen in Lichtgeschwindigkeit vermehren, geht es für die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung wirtschaftlich bergab. Konzerne und Superreiche können sich weiterhin in vielen Ländern um ihren gerechten Steuerbeitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens drücken.“ Laut dem deutschen Systemanalytiker Rico Albrecht, wissenschaftlicher Leiter der Wissensmanufaktur, wachse das Vermögen von Milliardären in Form von Zinsen an. Diese werden von den Menschen erwirtschaftet, die keine Zinseinnahmen haben, sondern vielmehr Zinsen zahlen. Sie zahlen also immer mehr ein, während jene oberhalb der Schwelle ohne ihr Zutun, auf Basis der Arbeit anderer, immer mehr rausbekommen und immer reicher werden. Dieses System schöpft also ständig die Wertschöpfung von den Wertschaffenden ab hin zu denen, die viel Vermögen haben. Dies wird solange weitergehen, wie Staatsregierungen in die Geschäfte von Industrie und Hochfinanz verstrickt sind und den daraus resultierenden Profit höherstellen als die Moral und das Wohl des eigenen Volkes.

Der indische Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi hat es mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht: „Die Erde ist groß genug für die Bedürfnisse aller Menschen, aber nicht groß genug für die Gier Einzelner.“

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